

Von vielen alten Gemälden her kennen wir die Darstellung des Himmels als eine surreale Wolkenlandschaft vor hellblauem Hintergrund, auf der sich schöne junge Menschen in leuchtenden, wallenden Gewändern tummeln. Es ist in der Tat schwierig, sich etwas vorzustellen, was noch keiner von uns derzeit lebenden Menschen gesehen hat. Also müssen wir uns als Christen auf die Aussagen der Bibel verlassen, die uns an mehreren Stellen Beschreibungen vom Himmel gibt. Die Offenbarung ist Gottes ‘Gebrauchsanleitung’ vom Himmel.
Beim Sterben verlassen wir unseren physischen Körper, der alt, krank oder verletzt ist und damit die Raum- und Zeitgebundenheit. Unsere Seele geht in eine andere Dimension über. Albert Einstein hat in physikalischen Experimenten die Existenz anderer Dimensionen nachgewiesen.
Beim Sterben wird unsere Person nicht ausgelöscht und nicht verwandelt – auch nicht in ein Geistwesen, sondern wir erhalten unmittelbar einen neuen – vollkommenen – Körper. Dadurch wird auch die Theorie von Reinkarnation und der Möglichkeit mehrerer Leben entkräftet, denn unsere Existenz lebt weiter, nur die physische Hülle wird ersetzt. »Das wissen wir: Wenn unser Leib einmal zerfallen wird wie eine baufällige Hütte, werden wir einen neuen Leib erhalten …«1 »Der Herr wird unseren sterblichen Leib verwandeln, so dass er seinem Auferstehungsleib gleich werde.«2
Die Tragweite dieser Aussage wird uns erst im Zusammenhang mit dem Versprechen klar, dass die Kinder Gottes den Tod nicht sehen. Denn nichts, auch der Tod nicht, kann sie trennen von Jesus, ihrem Herrn.3 »Wer sich an meinem Wort festhält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.«4 Das bedeutet, dass Jesus den Tod überwunden und besiegt hat und der Tod für die, die an Jesus glauben, nicht zwischen dem Sterben und dem Himmel steht.
Mit dem neuen Körper wird man dann vom so genannten ‘Abholdienst’ empfangen – von Engeln und/oder Verwandten und Freunden. Dann folgt der Empfang beim himmlischen Vater, der alle Tränen und alles Leid abwischt.5 Im Anschluss daran beginnt das ‘Fest’. – Da es im Himmel keine herkömmliche Zeit mehr gibt, kommt es allen Beteiligten so vor, als ob dies gerade erst beginnt.
Die Beschreibung des Himmels übersteigt unser irdisches Vorstellungsvermögen derart, dass sich darüber keine konkrete Aussage treffen lässt. Es ist nur sicher, dass es perfekt und vollkommen sein6 wird. Weil unser himmlischer Vater anwesend ist und wo er ist, ist die Herrlichkeit – in Ewigkeit.
Alle, die dem Herrn Jesus angehören, kommen SOFORT nach dem Sterben in den Himmel7, ohne den Umweg über den Tod zu machen. Der Tod dagegen ist den Menschen vorbehalten, die sich gegen Gott entschieden haben oder zu Lebzeiten nichts von ihm gehört hatten. In diesem Totenreich erhält aber jeder, der keine Gelegenheit dazu hatte die Möglichkeit, sich bewusst für Jesus zu entscheiden – so dass jeder Mensch von seinem Recht der freien Wahl Gebrauch machen kann.
Wer allerdings seine Wahl bewusst gegen Gott und die Heilslehre Jesu trifft, für den wird das Totenreich zur Hölle der Abwesenheit von Gott. So wie die Abwesenheit von Licht das Dunkel ist, ist das Gegenteil von Gottes Herrlichkeit der absolute Schrecken. In der Bibel wird nichts von einer Möglichkeit des Abbüßens von Schulden gesagt. Niemand kann also zu seiner Erlösung selbst etwas beitragen, sondern allein Jesus kann von Schuld frei machen und uns retten.
Die Menschen im Himmel werden ‘den Engeln’ gleich gestellt sein. Das Grundprinzip von Mann und Frau bleibt erhalten, aber es wird kein Leid mehr sein, sondern erfüllende Beziehungen. Irdische Gefühle wie Mutterglück, Sexualität und menschliche Nähe werden durch noch viel großartigere Gefühle ersetzt. Jeder wird eine sinnvolle, befriedigende Tätigkeit ausüben und in Gottes Nähe vollkommen glücklich sein.
»Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich«8, sagt Jesus. In diesem Satz ist eindeutig gesagt, dass die, die Jesus als ihren Herrn annehmen, automatisch auch den Himmel und das ewige Leben annehmen.
Die Zeit im Himmel ist die Ewigkeit. Sie lässt sich nicht mit Zeitabläufen auf der Erde vergleichen, sondern ist als Rhythmus zu verstehen, der nichts mit Altern, Sterben und Vergänglichkeit zu tun hat. Es ist ein Zustand vollkommenen Glücks, von dem niemand möchte, dass er je zu Ende geht.
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1 2. Korinther, Kapitel 5, Satz 1f und Philipper, Kapitel 1, Sätze 20f
2 Philipper, Kapitel 3, Satz 21
3 Römer, Kapitel 8, Satz 38
4 Johannes, Kapitel 8, Satz 51 und Kapitel 6, Satz 47
5 Offenbarung, Kapitel 7, Satz 17
6 1. Korinther, Kapitel 2, Satz 9
7 Jesus zum ‘Schächer am Kreuz’ in Lukas, Kapitel 23, Satz 43
8 Johannes, Kapitel 14, Satz 6