

Obwohl ich es ungern zugebe: Ich bin wütend auf Gott aus einem einfachen Grund: Er entspricht nicht meinen Erwartungen!
Ich versuche das zu tun, was ich für richtig halte. Und ich sehe, dass andere das auch versuchen. Dennoch empfinden sie sich und ich mich auch oft ungerecht behandelt – viel Gegenwind und unfaire Ergebnisse –, während es anderen, die ausschließlich nach ihren eigenen, egoistischen Interessen leben – egal ob „richtig“ oder „falsch“ – scheinbar ganz gut damit geht.
Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? So viel zum Thema Gerechtigkeit! Auf unserer Farm in South Dakota hat meine Frau Liz ein Schild angebracht, auf das sie geschrieben hat: „Wenn das Leben gerecht wäre, würden Pferde die Hälfte der Zeit reiten.“
Und da liegt mein Fehler: Ich denke, wenn ich Gott auf eine Formel reduzieren kann – also die richtigen „Eingaben“ mache, dass ich dann die richtigen „Ergebnisse“ erhalte (wie z.B. Schmerzfreiheit und ein einfaches Leben).
Solches Denken ist falsch. Gott kann nicht auf ein Schema reduziert werden. Sonst könnten wir durch Berechnung weitergehen statt durch Glauben. Und wir können Schmerz nicht vermeiden. Er gehört zum Leben, garantiert, und Gott benutzt ihn oft zu unseren Gunsten. Und drittens können wir nicht verstehen, was Gott tut. Wenn wir ihr verstehen würden, wäre er zu klein, um wertvoll zu sein.
Kürzlich habe ich einige Beobachtungen von Henry Blackaby, Bibelkommentator und Mentor, über 2. Timotheus 3, 12 gehört: „Jeder, der an Jesus Christus glaubt und so leben will, wie es Gott gefällt, muss mit Verfolgung rechnen.“ Und folgendes hat Blackaby über diese Passage gesagt:
„Ein gottgefälliges Leben führen, wird Sie nicht vor Schwierigkeiten bewahren. (Der Apostel) Paulus sagte, je unbefleckter Sie Ihr Leben leben, umso sicherer werden Sie verfolgt. Paulus zufolge werden sich aber die Betrüger und Verführer „immer stärker in die Sünde verstricken“ (2. Timotheus 3, 13). Je mehr die Welt die Sünde duldet, werden weltliche Menschen zunehmend intolerant gegenüber dem Göttlichen. Dunkelheit kann Licht nicht tolerieren; je mehr Ihr Leben durch die Gegenwart Jesu leuchtet, desto mehr sollten Sie die Gegnerschaft der Mächte der Dunkelheit erwarten.
Ihre Christus-ähnliche Natur wird anstößig auf die wirken, die gegen die Herrschaft Christus rebellieren. Sie haben vielleicht kürzlich Ihre Sünden bereut und neue Gehorsamsschritte hin zu Gott unternommen. Vielleicht haben Sie Gottes Segen sofort erwartet, indem er seine Anerkennung für Ihren Gehorsam demonstrierte. Stattdessen kam Gegenwind.
Die Verfolgung mag sogar von anderen Christen gekommen sein, die Ihre Motive missverstanden haben. Vielleicht haben Sie Gott gehorcht, aber Ihre Aktionen wurden mit Kritik statt mit Lob vergolten. Wenn Sie aus vollem Herzen Gottes Weisungen folgen, lassen Sie sich nicht entmutigen. Paulus hat schon gewarnt, dass diejenigen, die ein gottgefälliges Leben führen, auch Verfolgung erleiden werden. Seien Sie nicht überrascht, wenn das auch Ihnen passiert.
Wenn die Welt den Sohn Gottes gekreuzigt hat, wird sie auch feindlich gegenüber denen sein, die aus der Kraft des Heiligen Geistes leben. Verfolgung kann der beste Beweis dafür sein, dass Sie ähnlich wie Jesus leben. Er hat davor gewarnt, dass die Welt ihn, den Retter, hasst und deshalb auch seine Jünger falsch verstehen und misshandeln wird (Johannes 15, 18).“
Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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ist CBMC Bezirksbeauftragter. Dieser Text ist von ihm genehmigt, der Kolumne „The Fax of Life“ entnommen.