HOMEKONTAKTELINKS
Kopfbild
Themen

Termine












Die IVCG

 
M O N D A Y   M A N N A 
Montags Manna
Ein Dienst für die internationale Geschäftswelt
Diese Woche für Sie von der IVCG ausgewählt:

DIE WUNDERBARE UND SELTENE KUNST DES WARTENS (24. KW)

Warten Sie gerne? Ich nicht. Ob in der Schlange im Postamt, beim Metzger, in der Bank oder im Stau: meine Geduld ist sehr schnell strapaziert. Wenn ich einen Termin per Telefon treffe oder eine Rechnung telefonisch beanstande und in die Warteschleife gelegt werde, wird mein Unmut sehr schnell spürbar.

 

Diese Art des Wartens bereitet nur kleine Unannehmlichkeiten. Ein anderes Warten ist viel leidvoller, wenn die Ursache nicht so schnell verschwindet. 1981 musste ich aus beruflichen Gründen mit meiner Familie von Houston, Texas nach Chattanooga, Tennessee umziehen. Wir hatten ein Haus in Houston zu verkaufen und hatten, in der Annahme, dass ein Käufer schnell gefunden würde, uns bereits in Chattanooga zum Kauf eines Hauses verpflichtet. Im Ergebnis waren wir ein Jahr lang „stolze“ Besitzer zweier Häuser – inklusive Hypothekenzahlung und einem Übergangskredit, bis wir den Eigenanteil am ersten Haus zurück bekamen.

 

Zunächst war es nicht schwer, auf den Verkauf des Hauses zu warten. Da gerade Verkäufermarkt in Houston herrschte, erwarteten wir täglich den Anruf des Maklers, dass es verkauft sei. Aber als Wochen und Monate verstrichen, wurde das Warten schwerer, da unsere Ersparnisse durch die doppelte finanzielle Belastung schnell schrumpften.

 

Es gab auch andere Zeiten, in denen mir das Warten schwer fiel: auf eine berufliche Veränderung, als die Zeit reif erschien; auf die Antwort eines Redakteurs bezüglich eines Artikels oder einer Buchempfehlung; auf einen Scheck, der dringend benötigt wurde, um finanziellen Verpflichtungen nachzukommen; auf den Anruf eines geliebten Menschen, der gerade in Not war; die Tage bis zu einer Operation zählen. Für mich war jede dieser Situationen extrem schwer zu ertragen, quälend.

 

Leider ist sogar in unserer Zeit der sofortigen Befriedigung und schnellen Kommunikation das Warten eine tägliche Realität. Wie gehen Sie damit um – ob Sie in einem Restaurant sitzen und auf die Bedienung, auf die Antwort eines Klienten oder auf wichtige Nachrichten warten, die Ihr Leben auf dramatische Weise verändern könnten? Interessanterweise beinhaltet das Buch Jesaja im Alten Testament viele Stellen zum Thema Warten – und auf Gott vertrauen, während man es tut:

·         Gott handelt nach seinem Zeitplan, nicht unserem. Auf Gott vertrauen bedeutet nicht sofortige Reaktion. Auch wenn seine Antworten langsamer kommen, als wir uns das wünschen, können wir sicher sein, dass er antworten wird. „Und ich will warten auf den Herrn, der sein Angesicht verbirgt vor dem Haus Jakobs, und will auf ihn hoffen.“ (Jesaja 8, 17; Schlachter 2000).

·         Gott antwortet oft auf eine Weise, die unsere Erwartungen übertrifft. Wenn wir Gottes Antwort auf unsere Bedürfnisse bekommen, sind sie manchmal ganz anders – und besser -, als wir erhofft haben. „Und an jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, daß er uns rette; das ist der Herr, auf den wir hofften; nun laßt uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung!“ (Jesaja 25, 9; Schlachter 2000).

·         Gott belohnt die Bereitschaft zu warten. Oft wollen wir eine Sache mit eigener Kraft forcieren, jedoch mit Geduld auf Gott zu warten, wird belohnt. „Doch sehnt sich der Herr danach, euch gnädig zu sein. Bald wird er zu euch kommen und sich wieder über euch erbarmen, denn er ist ein gerechter Gott. Wie glücklich sind alle, die auf seine Hilfe warten!“ (Jesaja 30, 18).

·         Gott schenkt denen Kraft, die auf seine Antwort warten. Warten kann uns physisch, psychisch und emotional auslaugen. Wenn wir jedoch auf Gottes rechtzeitige Reaktion vertrauen, wird er uns die nötige Kraft zurückgeben, die wir zum nächsten Schritt brauchen. „Aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft.“ (Jesaja 40, 31).



Übersetzung: Vera Flohr, Poppenhausen, E-Mail Adresse: vera.g.flohr(at)gmx.de und www.veraflohr.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

, President.
Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell(at)cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org

Der Autor

Robert J. Tamasy

USA-Atlanta, Georgia

ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard

Download

mm20090608_tamasy_rj.pdf

14.7 K

facebook

ARCHIV



__IVCG-Zeitschrift

Leseproben

__Brennpunkt

__Hintergrund

 > Monday Manna

  • __IVCG-Podcast