

Das Leben erscheint manchmal wie eine Kette von Prüfungen. Für Kleinkinder ist das Laufen lernen die Hauptprüfung. Wenn wir unsere Schullaufbahn beginnen, merken wir, dass Tests die wichtigsten Mittel sind, um zu überprüfen, ob der Lernstoff beherrscht wird. Als Teenager müssen wir eine Fahrprüfung bestehen, um ein motorisiertes Vehikel fahren zu dürfen. In der Ausbildung oder an der Universität werden wir wieder geprüft, ob wir den Lernstoff oder die praktischen Fähigkeiten beherrschen, die uns beigebracht wurden.
In vielen Berufen sind Sonderprüfungen nötig, um besondere Aufgaben ausführen zu können. Für Angestellte im Verkauf ist jeder Tag ein „Test“, wie sie ihre Produkte und Dienstleistungen ihren Kunden bestmöglich darstellen. Selbst Hobbys können zur Prüfung werden, wenn wir uns mit unseren Freunden messen beim Golf oder Tennis, bei Kartenspielen und ähnlichen Aktivitäten. Es gibt noch andere Tests im Leben: gesundheitliche Schwächen, finanzielle Engpässe, Beziehungsprobleme, und auch der unweigerliche Alterungsprozess.
Vor vielen Jahren erklärte mir ein Freund, der gerne mit Silber arbeitet, dass Silber dadurch veredelt wird, dass es mehrmals geschmolzen wird, um alle Schlacke und Unreinheiten zu entfernen. Erst nachdem es durch extreme Wärme „getestet“ wird, ist es rein und brauchbar für den Silberschmied. Manchmal kommen wir uns auch wie Silber vor, das durch Feuer geläutert wird.
Normalerweise sehen wir „Tests“ als Hindernisse, die wir überwinden oder schwere Zeiten, mit denen wir zurecht kommen müssen. Es gibt aber eine andere Art Test, die damit nichts zu tun hat. In der Bibel wird darüber in den Sprüchen geschrieben: „Der Schmelztiegel ist für das Silber und der Ofen für das Gold; und der Mensch [wird geprüft] durch den Mund des Lobredners.“ (Sprüche 27, 21. Schlachter 2000). Prüfungen im Leben müssen nicht immer mit negativen Dingen zu tun haben.
Das lernte ich zum ersten Mal bei einer geschäftlichen Konferenz. Interessanterweise sprach der Hauptredner an diesem Abend über Prüfungen und Herausforderungen in seinem eigenen Leben – Verlust des Arbeitsplatzes, gesundheitliche Probleme, der Tod eines geliebten Menschen. Aber im Gegensatz zum Inhalt dieser Rede wurde ich durch Lob „getestet“. Ich war Redakteur einer Zeitschrift, und immer wieder kamen Konferenzteilnehmer auf mich zu, lobten meine Zeitschrift und erzählten mir, wie wichtig die Artikel für sie seien.
Zunächst kam das Lob als angenehme Überraschung, und ehrlich gesagt, die Ermutigung konnte ich gut gebrauchen. Aber ich hatte eine Wahl: Die Komplimente konnten mein Ego verwöhnen und mich erfüllt und stolz fühlen lassen. Ich konnte aber auch die lobenden Worte annehmen, glücklich sein, dass die Zeitschrift vielen Menschen etwas gibt und die Anerkennung an das Team weiterleiten, das mir dabei geholfen hatte – und an Gott, der wichtigen Anteil an der Neugestaltung und Entwicklung des Blattes einnahm. Da ich die Prüfung erkannte, wählte ich bewusst die zweite Möglichkeit.
Und Sie? Wie kommen Sie mit Lob zurecht? Wir erhalten alle gerne Lob und Anerkennung, aber lassen Sie es zu, dass Sie „höher von sich denken, als es angemessen ist“, wie es in Römer 12,3 (Die Gute Nachricht) steht? Es gibt einen sicheren Weg, um das zu vermeiden – indem man bewusst bescheiden ist, so wie es in der Bibel steht:
Ein demütiges Herz. Es ist etwas Liebenswertes an bescheidenen Menschen, die ihre „Ruhmestaten“ nicht immerzu betonen. „Wer hochmütig ist, wird schließlich erniedrigt werden; der Bescheidene dagegen wird geehrt.“ (Sprüche 29, 23).
Die rechte Einstellung. Lob zu bekommen ist etwas Wunderbares, aber am besten, wenn es nicht von uns selbst kommt. „Alle, die sich selbst ehren, werden gedemütigt werden. Wer sich aber selbst erniedrigt, wird geehrt werden.„ (Matthäus 23, 12).
Die richtige Perspektive. Selbst anerkennenswerte Leistungen sind immer eine Kombination aus Begabung, Einsatz, Teamarbeit, Zeiteinteilung und gottgegebener Gaben. Wir können es nicht alles alleine machen. „Die Hochmütigen weist Gott von sich; aber er hilft denen, die wissen, dass sie ihn brauchen…. Beugt euch vor dem Herrn! Erst dann wird Gott euch aufrichten.“ (Jakobus 4, 6+10).
, President.
Tel.: +1 402 431 0002 - Fax: +1 402 431 1749
Address: 1065 N. 115th Street, Suite 210, Omaha, Nebraska 68154, USA.
E-mail: nbrownell(at)cbmcint.org - Internet: www.cbmcint.org
USA-Atlanta, Georgia
ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA. Er hat Business at its Best: Timeless Wisdom from Proverbs for Today’s Workplace geschrieben und ist Co-Autor von The Heart of Mentoring: 10 Proven Principles for Developing People to Their Fullest Potential zusammen mit David A. Stoddard