

Manchmal kommt die Erleuchtung ganz unerwartet. Vor einiger Zeit machte ich eine sehr schlechte Erfahrung in einem amerikanischen Schnellrestaurant. Der Essbereich war schmutzig, er brauchte dringend eine gründliche Reinigung. Die Angestellten erschienen desinteressiert und unfreundlich, und ich fragte mich: „Was läuft hier falsch?“
Ohne Frage hatte der Inhaber des Restaurants die gleichen Lizenzkosten bezahlt wie seine Kollegen, und das Personal hatte das gleiche Training mitgemacht wie die Mitarbeiter in anderen Filialen. Das Geschäft bot die identischen Produkte und die Abläufe deckten sich genau mit denen anderer Restaurants derselben Kette. Ich war sicher, schlechtes Management war ein Teil des Problems, war mir aber nicht sicher, ob das der einzige Faktor war, der zu der insgesamt schlechten Leistung des Betriebes beitrug.
Dann fiel es mir ein: Der Kern des Problems war die Einstellung. Aus welchen Gründen auch immer war dieser Betrieb und seine Belegschaft durch eine negative Einstellung und einen niedergeschlagenen Geist belastet.
Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer Umgebung aufgewachsen, in der Ihnen fortlaufend gesagt wurde, Sie seien dumm. Wenn Sie das Arbeitsalter erreicht haben, werden Sie davon überzeugt sein, dass Sie dumm und unfähig sind; Sie möchten nur noch überleben. Dieses Restaurant schien mit solchen Menschen angefüllt zu sein – reine Überlebende, keine Erfolgstypen. Überzeugt davon, dass sie erfolglos bleiben werden, war ihr einziges Ziel, einen weiteren Tag ohne zu viel Anstrengung zu überstehen.
Es ist erstaunlich, wie unsere Einstellung den Verlauf eines Tages und was wir darin leisten beeinflusst. In der Bibel steht: „Denn wie er in seiner Seele berechnend denkt, so ist er.“ (Sprüche 23,7 Schlachter 2000). Die Perspektive, die Sie über sich selbst und Ihre Lebensumstände einnehmen, kann unglaubliche Auswirkung auf das haben, was Sie tun, wie Sie es tun und wie es von anderen bewertet wird.
Sind Sie Überlebender, der eigentlich Erfolgstyp werden möchte? Hegen Sie negative, sogar destruktive Gedanken aus der Vergangenheit? Bemühen Sie sich, mit Gottes Hilfe, Ihre Gedanken zu verändern und eine neue Einstellung zu sich selbst und Ihren Lebensumständen zu bekommen. Sie können beginnen, indem Sie sich zunächst auf die Wahrheit konzentrieren. In Philipper 4, 8 steht: „Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, gut und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat, an dem, was auch bei euren Mitmenschen als Tugend gilt und Lob verdient.“
Vor vielen Jahren sprachen Wirtschaftsberater und Motivationstrainer über „die Kraft des positiven Denkens". Diese „Kraft“ hat ihre Grenzen – es braucht mehr als positives Denken, um ein Weltklassesportler, Spitzenverkäufer oder respektierter Geschäftsführer zu werden. Aber eine negative Einstellung wird Sie auf jeden Fall daran hindern, höhere Ziele zu erreichen.
Die Geschichte über die zwei Steinmetze ist schon oft erzählt worden, die nach ihrer Arbeit gefragt werden. Der erste sagt: „Ich schneide gerade diesen Steinquader.“ Der zweite hatte eine ganz andere Antwort: „Ich baue mit an einer Kathedrale.“
Was werden Sie heute am Arbeitsplatz tun: Steinblöcke schneiden oder eine Kathedrale bauen?
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