

Es ist schwierig genug, seinen Glauben in der pragmatischen, nüchternen Geschäfts- und Arbeitswelt zu leben, wo Sehen Glauben ist. Glauben ist besonders schwer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Ein kürzlich aufgetretener Fall von Hypothekenbetrug erinnerte mich an diese Wahrheit.
Das Geschäft des Kreditnehmers wuchs rasch; er kaufte Häuser unter dem Marktpreis auf und sanierte sie, um sie für potentielle Kunden attraktiver zu machen. Die Geschäftsinhaber machten so viele Schulden wie möglich, indem sie große Geldsummen ausliehen, um so viele Häuser zu niedrigen Preisen aufzukaufen, wie ihnen die Bank zugestand.
Zuletzt machten sie aber Fehler. Der Kreditnehmer traf hinsichtlich einiger Immobilien schlechte Entscheidungen, die Renovierungsarbeiten an anderen Immobilien verzögerten sich und das Unternehmen kaufte viel schneller Häuser ein, als es verkaufen konnte. Dadurch wurde eine Anzahl Immobilien nicht verkauft, so dass viel von den verfügbaren Geldmitteln des Kreditnehmers aufgebraucht wurde.
Schließlich mussten die Kreditnehmer eine wichtige Entscheidung treffen: „Geben wir unser Problem zu und akzeptieren die Konsequenzen oder lügen wir den Kreditgeber an und verwenden das Geld für andere Projekte?“ Leider trug die Angst den Sieg über Gewissen und Glauben davon, was am Ende zu Betrug und Strafanzeige führte.
Der Glaube wurde in diesem Fall sehr wahrscheinlich auf zwei Arten mit Füßen getreten. Zunächst agierte der Kreditnehmer aggressiver, als es der Immobilienmarkt hergab, selbst mit den abgewerteten Immobilien, die aufgekauft worden waren. Höchstwahrscheinlich baten die Kreditnehmer Gott nicht ernsthaft um Führung, ob sie weitermachen sollten, als das zunehmende Risiko offenbar wurde.
Zweitens vertraute der Kreditnehmer Gott nicht hinsichtlich der Konsequenzen von Ehrlichkeit gegenüber der Bank bezüglich der zunehmenden Schuldenlast. Stattdessen beschlossen die Geschäftsinhaber, zu lügen und so zu tun, als könnten sie sich aus der Schuldenfalle herauswinden, indem sie mehr ausgeben. (Hört sich das bekannt an?)
Sie hätten den Betrug und die strafrechtlichen Konsequenzen vermeiden können, wenn sie
Psalm 23,4 beachtet hätten, der verspricht, dass Gott vertrauenswürdig ist. „Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir.“
Dieser Vers und der ganze Psalm wurden von einem Schafhirten geschrieben, der sich der respekteinflößenden Aufgabe gegenüber sah, seine Schafe auf dunklen, bedrohlichen Wegen entlang zu führen, wo die Tiere allen möglichen Raubtieren anheimfallen konnten. Ein Immobilienunternehmen zu führen ist natürlich etwas ganz anderes als Schafe zu hüten, aber das Prinzip bleibt gleich: Jesus-Nachfolger müssen ihrem Herrn in Zeiten von Unsicherheit und sogar Gefahr vertrauen.
Ein anderer Abschnitt, Philipper 4, 6-7, gibt eine ähnliche Zusage: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Und Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“
Die Eigentümer des Immobiliensanierungsunternehmens glaubten nicht an diese Zusage bzw. hielten sich nicht daran. Wenn Sie sich einem ähnlichen Dilemma gegenübersehen, habe ich eine Empfehlung: Entscheiden Sie sich für den Glauben, nicht für die Angst.
Susanne Nebeling-Ludwar
D- Tübingen
S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
Quelle: CBMC INTERNATIONAL:
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