

Natürlich nicht, wenn damit die Vorstellung verbunden ist, dass Träume während des Schlafs, oft zur seelischen Verarbeitung geschehener Dinge entstehen. Gott, wie er in der Bibel beschrieben wird, schläft nicht. Er muss das Erlebte nicht in Träumen verarbeiten. Gott wacht.
»Ich sehne mich danach, ein tolles Cabrio zu besitzen und mit einer attraktiven jungen Dame auf dem Beifahrersitz und aufgedrehtem Soundsystem lässig an allen Klassenkameraden, die mich je gehänselt haben, vorbei zu fahren.« Nein, auch so träumt Gott nicht. Er, Schöpfer des Universums, kann sich alle Wünsche
erfüllen. Offenkundig mit großer Freude, Liebe und Fantasie hat er die Welt erschaffen: erhabene Berge, Nilpferde und Zebras, aber auch Spitzmäuse und Seepferdchen – und eine unendliche Zahl von Galaxien. Gott, der aus eigener Fülle heraus schöpfen kann – ist es überhaupt denkbar, dass er noch Wünsche offen hat?
Es ist kaum zu glauben: Ja, Gott sehnt sich – nach mir, nach dir, nach jedem einzelnen Menschen. Er träumt davon, dass Sie sich ihm freiwillig zuwenden, in freiwilliger Abhängigkeit von ihm leben, ihm freiwillig zujubeln und sagen, wie großartig sie ihn finden! Er
träumt von Menschen, die nicht nur ‘an ihn glauben’, sondern daran glauben, was er sagt – und sich danach richten.
Warum in aller Welt erfüllt sich Gott diesen Traum nicht einfach selbst? Weshalb hat er sich nicht Menschen geschaffen, die ihm zujubeln müssen? Dies gehört zu den erstaunlichen Wahrheiten: Gott ist zwar allmächtig, verzichtet aber in einem ganz entscheidenden Punkt, seine Macht auszuspielen. Er lässt uns unseren freien Willen. Warum das? Ich zeige es an einem banalen Beispiel. Es mag Kindern Spaß machen, sich laut zu fragen, wer der Schönste im Land ist, sich anschließend selbst anzurufen und das Besetztzeichen bewusst falsch zu interpretieren: »Du – Du – Du – Du!« Genau dies würde geschehen, wenn Gott uns Menschen die Freiheit des Willens genommen hätte. Wir wären dann Marionetten, die ihm zujubeln. Nein, Gott sehnt sich nach freiwilliger Zuwendung, nach lebendiger Beziehung, Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Und genau dies bietet er jedem einzelnen Menschen, so individuell und einmalig sie auch sind, an.
Freiwilligkeit ist auch für die IVCG (die u.a. diese Zeitschrift verantwortet)
ein wichtiges Stichwort. Wer bei der IVCG mitarbeitet, ist von der Beziehung mit Gott und Jesus begeistert; am liebsten möchten die Mitarbeitenden und Freunde der IVCG all ihren Geschäftspartnern, Freunden und Bekannten, die gleiche erfüllende Erfahrung gönnen. Sie laden deshalb ein zu Vortragsveranstaltungen, Foren, ImPuls-Tagen oder -Wochenenden, und zur Lektüre dieser Zeitschrift, immer unter dem Gesichtspunkt der Freiwilligkeit. Die IVCG will niemanden an sich binden.
Träumt Gott? Ja. Gott träumt davon, Sie einmal in seine Arme zu schließen, wie ein Vater sein Kind, das nach – manchmal langen – Irrwegen freiwillig zu ihm zurück findet. Wenn Sie ganz aufmerksam in Ihr eigenes Herz hinein spüren, können Sie vermutlich etwas von dieser Sehnsucht Gottes erahnen. Die IVCG könnte dann ein guter Gesprächspartner für Sie sein, um Ihnen beizustehen, die Brücke zwischen Sehnsucht und wirklicher Freundschaft mit Gott zu finden.