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Ausgabe 01/11 

Träumt Gott?

Natürlich nicht, wenn damit die Vor­stellung verbunden ist, dass Träume während des Schlafs, oft zur seelischen Verarbeitung geschehener Dinge ent­stehen. Gott, wie er in der Bibel be­schrieben wird, schläft nicht. Er muss das Erlebte nicht in Träumen verarbei­ten. Gott wacht.

»Ich sehne mich danach, ein tol­les Cabrio zu besitzen und mit einer attraktiven jungen Dame auf dem Beifahrersitz und aufgedrehtem Soundsystem lässig an allen Klas­senkameraden, die mich je gehänselt haben, vorbei zu fahren.« Nein, auch so träumt Gott nicht. Er, Schöpfer des Universums, kann sich alle Wünsche

erfüllen. Offenkundig mit großer Freude, Liebe und Fantasie hat er die Welt erschaffen: erhabene Berge, Nil­pferde und Zebras, aber auch Spitz­mäuse und Seepferdchen – und eine unendliche Zahl von Galaxien. Gott, der aus eigener Fülle heraus schöpfen kann – ist es überhaupt denkbar, dass er noch Wünsche offen hat?

Es ist kaum zu glauben: Ja, Gott sehnt sich – nach mir, nach dir, nach jedem einzelnen Menschen. Er träumt davon, dass Sie sich ihm freiwillig zuwenden, in freiwilliger Abhängigkeit von ihm leben, ihm freiwillig zujubeln und sa­gen, wie großartig sie ihn finden! Er

träumt von Menschen, die nicht nur ‘an ihn glauben’, sondern daran glauben, was er sagt – und sich danach richten.

Warum in aller Welt erfüllt sich Gott diesen Traum nicht einfach selbst? Weshalb hat er sich nicht Menschen geschaffen, die ihm zujubeln müs­sen? Dies gehört zu den erstaunlichen Wahrheiten: Gott ist zwar allmächtig, verzichtet aber in einem ganz ent­scheidenden Punkt, seine Macht aus­zuspielen. Er lässt uns unseren freien Willen. Warum das? Ich zeige es an einem banalen Beispiel. Es mag Kin­dern Spaß machen, sich laut zu fragen, wer der Schönste im Land ist, sich an­schließend selbst anzurufen und das Besetztzeichen bewusst falsch zu in­terpretieren: »Du – Du – Du – Du!« Ge­nau dies würde geschehen, wenn Gott uns Menschen die Freiheit des Willens genommen hätte. Wir wären dann Marionetten, die ihm zujubeln. Nein, Gott sehnt sich nach freiwilliger Zu­wendung, nach lebendiger Beziehung, Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Und genau dies bietet er jedem einzel­nen Menschen, so individuell und ein­malig sie auch sind, an.

Freiwilligkeit ist auch für die IVCG (die u.a. diese Zeitschrift verantwortet)

ein wichtiges Stichwort. Wer bei der IVCG mitarbeitet, ist von der Bezie­hung mit Gott und Jesus begeistert; am liebsten möchten die Mitarbeiten­den und Freunde der IVCG all ihren Geschäftspartnern, Freunden und Be­kannten, die gleiche erfüllende Erfah­rung gönnen. Sie laden deshalb ein zu Vortragsveranstaltungen, Foren, Im­Puls-Tagen oder -Wochenenden, und zur Lektüre dieser Zeitschrift, immer unter dem Gesichtspunkt der Freiwil­ligkeit. Die IVCG will niemanden an sich binden.

Träumt Gott? Ja. Gott träumt davon, Sie einmal in seine Arme zu schlie­ßen, wie ein Vater sein Kind, das nach – manchmal langen – Irrwegen frei­willig zu ihm zurück findet. Wenn Sie ganz aufmerksam in Ihr eigenes Herz hinein spüren, können Sie vermutlich etwas von dieser Sehnsucht Gottes erahnen. Die IVCG könnte dann ein guter Gesprächspartner für Sie sein, um Ihnen beizustehen, die Brücke zwischen Sehnsucht und wirklicher Freundschaft mit Gott zu finden.

Der Autor

Christoph Wyss

Christoph Wyss

CH-Bern

Fürsprecher/Rechtsanwalt, Präsident der IVCG

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